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Graham Martin - "Beautiful Trips"
Beautiful trips box containing 8 pill capsules containing actual material form major art galleries, so schreibt Graham Martin lapidar zu den Pillen Kapseln, die sich in einer kleinen Streichholzschachtel befinden. Aktuell zeigem der West- und Ostberliner Kunstverein in seiner Ausstellungshalle diese Installation des Yorker Konzeptkünstlers. Martin zeigt hier Extrakte von den Originalorten - z.B. der Saatchi Gallery, Serpentine oder der Tate Modern, die als relativ ungeniessbares Dokument in Pillenform angeboten werden. Es darf nach Luthat als ein wesentliches Bestreben von Künstlern angesehen werden, dort ausgestellt zu werden. In jedem Fall aber ist es als dem Lebenslauf nicht unvorteilhaft oder gar abträglich zu betrachten, eine Show in der Tate Modern angeben zu können. Als strategisch sehr wertvoll ist folglich auch seine Inszenierung einer potentiellen Selbsteinverleibung dieser durchsichtigen Bestrebungen anzusehen. Graham Martin besitzt mit diesem Werk einen realen Teil der angesehensten Galerien des Vereinigten Königreiches. Die vereinigten Berliner Kunstvereine zeigent nun diesen bösen bis partiell höchst ungesunden Kommentar zu Strategie und Wirklichkeit von Künstlern im Kunstbetrieb. Wohl bekomms! Und gestraft sei der, dem das Gegenmittel fehlt.
Im Vordergrund der Installation von Martin ist eine Polly Pocket zu sehen, die als permanener Museumsbesucher verhindert, dass die substanzielle ART GALLERY jemals unbesucht sein dürfte. Der Westberliner und Ostberliner Kunstverein besitzten je einen von Robert Porth entwickelten Ausstellungsraum zur freien Verfügung für Wechselausstellungen. Wer weitere Räume des Polly Pocket Museum of Modern Art sehen will, ist sehr herzlich zum Besuch des PP-MOMA eingeladen.
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