Auf Alain Biebers Frage, was Ute Friederike Schernau an Akt Fotografie reize, antwortete Schernau die Natürlichkeit, selbst auf die Gefahr hin, dass es altmodisch klänge.

"Und Postfeminismus, gepaart mit einer guten Portion Voyeurismus. Ich möchte dem gängigen Schönheitsdiktat, der Computerretusche und den geschlechterbezogenen Darstellungsweisen etwas entgegensetzen. Außerdem: die intime Zusammenarbeit mit meinen "Modellen", der Moment der Aufnahme und später die Reaktion des Betrachters."

Klaus und seine Hasen titelt Schernau den Akt, der unter der Berücksichtigung einer entfernten grünen Gießkanne eine seltsame Wirkung auf den periösterlichen Kunstflaneur ausübt. Die 1978 geborene Essenerin studierte in Bielefeld bei Katharina Bosse und lässt sich in ihren Fragen an die Gegenwart ebenso schwer eingrenzen, wie sie sich auf eine Kunstströmung reduzieren ließe. Und das ist auch gut so! Ob schließlich Akt an sich oder nur aktuell überholt und spiessig oder ebenso diskursfrei wie überflüssig sei, können Sie gerne mit der anwesenden Künstlerin besprechen. Geöffnet ist der Berliner Kunstverein ab 17 Uhr. Neugierige können vorab eine Bilderstrecke auf der ART ablaufen und dann entscheiden, ob Sie kommen werden.



Zur Ausstellung erscheint ein Multiple als Photo hinter Plexiglas:

Klaus und seine Hasen
125 x 93,5 cm
Foto hinter Plexi
(8er Auflage)

Auflagenpreis 800,- Euro

Geöffnet jeden Freitag von 17:00 - 20:00 Uhr.

 
 

Im Rahmen der Ausstellung "Klaus und seine Hasen" zeigt Ute Friederike Schernau eine neue Arbeit. Und das gleich doppelt. Die durch ihr Sujet hervorragend in die Osterzeit passende Arbeit wird zweimal im Berliner Kunstverein zu sehen sein und feiert wie das Osterfest das Leben in seiner unschuldigen Natürlichkeit und Harmonie. Feiern wir nicht gerade Ostern mit dem Fest der Auferstehung auch die Vergebung des Sündenfalls und revidieren das Süßigkeitennaschen vom Baum der Erkenntnis? In der Arbeit von Ute Friederike Schernau wird deutlich, wie das Leben im Garten Eden ausgesehen haben könnte, bevor der Dorn der Erkenntnis sich in unser Fleisch bohrte und die Frage "Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist"? drohend und unheilverkündend im Raum schwang.

 

 

Berliner Kunstverein Atelier 3.7 Speicher II Hafenweg 28 Münster

Geöffnet jeden Freitag von 17:00 - 20:00 Uhr.

Der BKV wird unterstützt durch: Hyper Real Ästhet.