Textschnitt 1: Schreibende Sprache verführt zum Plagiat!
Mittwoch, Februar 28th, 200728.02.2007 // Andreas Clausing
Gestern erhielt ich einen Brief. Eine Kritik zu einem einzelnen Kapitel eines längeren Textes in Mache. Mache heißt hier: Mangel*. Ich lese im Brief: Es lassen sich zwei Arten von Sprache unterscheiden. Gesprochene und geschriebene Sprache. Mein Text sei gesprochene Sprache. Er sei hektisch. Und er könne ihn nicht leiden. Vielleicht, denke ich, hat der Kritiker mir sagen wollen, er könne mich nicht leiden. Ich sei ihm zu hektisch, rede zu viel dummes Zeug, das ich auch noch pausenlos wiederhole, jeden frühen Morgen auf die Leine in den Wind hänge. Jeden Morgen komme ich und hänge mein immer gleiches Zeugs öffentlich in den Wind. Die Strumpfwörter und Satzhosen und Zeichentücher. (more…)
