Der lange Hals der Erkenntnis
Donnerstag, Mai 31st, 2007//nina
Klein aber fein könnte man (ja, könnte man fast) von Christiane Möbus’ Ausstellung „Auswanderer“ sagen. In einem Raum versammelt befinden sich 16 Objekte, von Möbus selbst zusammengestellt und konzipiert, wie auch der Titel der Ausstellung. Dem kleinen Begleitheft kann man entnehmen das „eindeutige Interpretationen oder vertraute Sinnzusammenhänge“ nicht festzumachen sind, sondern „vielmehr bleiben die Dinge in der Schwebe, in Bewegung. […] In diesem Sinne kreisen die künstlerischen Absichten von Christian Möbus um das Nichtbestimmbare, Uneindeutige“….usw. undsofort geht der Tenor, von nicht fixierbaren Andeutungen bis zu widersprüchlichen Ebenen ist die Rede und natürlich dürfen auch die Schlagwörter ironisch und hintergründig nicht fehlen. Kurz und gut, wir kriegen Alles und Nichts, dürfen schön viel interpretieren, alles ist offen. Die Werke selbst weisen durchaus interessante ästhetische Aspekte auf, aber gerade die „nicht festzumachenden Sinnzusammenhänge“ verleihen die Austellung einen etwas faden Geschmack (evtl. hätte die Führung mehr Klärung gebracht? Wer weiss.). Fazit, auch wir bleiben zusammen mit der Giraffe in der Schwebe und verweigern uns fixierbaren empfehlenden Andeutungen.
Christiane Möbus „Auswanderer“, Neues Museum Nürnberg, zu sehen noch bis zum 17. Juni.