Archive for November, 2007

john wayne, nazis, superhelden und der ganze rest

Montag, November 12th, 2007

superhero and human being

// ob

Pop, besonders in der Gestalt des Trashes hat ja schon seit langen Einzug in die Hochkultur gehalten. Allerdings würde ich mich weigern wollen von einer wirklichen Gleichstellung zwischen Pop, Trash und Hochkultur, dem Banalem und dem Hohem zu sprechen. Immer wieder finde ich mich bei meinen Untersuchungen zum Schicksal der verschwundenen Kunst mit jenem Klientel konfrontiert, das meint besonders hip zu sein, wenn es den Trash zelebriert, das Banale auf den Sockel hebt. Insgeheim aber immer noch überzeugt davon ist, dass Mozart über den Beasty Boys, Beuys über Donald Duck steht. Das sind meist die Momente, in denen ich mich ins BfKV sehne um mir aus der Schreibtischublade den Single Malt zu greifen und mir einen großen Schluck zu gönnen und damit die Übelkeit zu vertreiben.
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BfKV im Progr(Reviewing the Situation I)

Freitag, November 9th, 2007

eye of the beholder

// ob

Getreu dem nomadischen Prinzip hat das Büro für Kunstvermittlung vor kurzer Zeit in Bern Gestalt angenommen. Es gab auf Einladung von Markus Zürcher ein Gastspiel im Progr, Zentrum für kulturelle Produktion und bot auch dort wieder seinen Dienstleistungen an. Zu diesem Rundum-Sorglospaket gehört es auch, das für Sie Kunst geschaut wird. Denn leider ist es auch in dieser an Künstlern sehr reichen Zeit noch immer so, dass sich jemand die Kunst anschauen und sich optimalerweise damit auseinandersetzen muss. Der vielbeschworene Betrachter, wer ist er? Gerne können Sie mich für diesen Zweck mieten.
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Erfahrungsbericht (Malolo und der rauchende Kunstvermittler)

Donnerstag, November 8th, 2007

der bau, nahe der donnerkuppel(c) r. emmerich

//Malolo

Als ich am Rhizom ankomme, ist die obere Hälfte der Tür mit Pappe abgeklebt, mit dem Verweis, im Innern nicht rauchen zu dürfen.
Ich bücke mich und schaue auf eine Holzleiter. An ihrem Fuße liegen Knieschoner. Ich werde neugierig und klettere die Leiter hoch, auf die Knieschoner verzichte ich, ich will ja nur mal kurz gucken…
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Best of Kulturindustrie

Donnerstag, November 1st, 2007

strangelove

//ob

Wie singen die Hosen so stilsicher: “Jeder Mensch lebt wie ein Uhrwerk, wie ein Computer programmiert“. Programmiert werden wir von einer weltumspannenden Matrix aus Massenmedien. Einer Flut von Bildern und Geschichten, die wie in “1984” über unsere Bildschirme flimmern und für die Konstruktion unseres Selbst und unserer Weltsicht maßgeblicher zu sein scheinen, als das, was wir unmittelbar erfahren. Dem Album “Horrorschau” der Hosen liegt das Buch “Clockwork Orange” von Anthony Burgess und die kongeniale filmische Umsetzung von Stanley Kubrick zugrunde. Kubrick wurde nach seinem Tod verdächtig, dass er die Mondlandung in einem Studio gedreht habe. Diesem hauptverdächtigen Zulieferer der Kulturindustrie hat nun Arte eine eigene Reihe gewidmet. Eventuell gelingt es uns damit, die Neuprogrammierung unseres Gehirns einzuleiten und Finnegan aufzuwecken. Coex Coex Coex.