Archive for Februar, 2009

orale plastik: leiden an der kunst? muss das sein?

Samstag, Februar 28th, 2009

stilleben 2009

//ob

nach der auswertung der sitzung der selbsthilfegruppe oder im fachjargonbegriffschinesisch des kunstbetriebes der “oralen plastik” lässt sich aus therapeutischer sicht als das zentrale problem der meisten betroffenen formulieren, dass sie nicht in der lage sind, die eigene existenz als soziale, abhängige, nicht autonome zu begreifen. (more…)

sitzung des stammtisches der selbsthilfegruppe der anonymen kunstabhängigen

Montag, Februar 23rd, 2009

stammtisch der selbsthilfegruppe der anonymen kunstabhängigen

endlich ist es wieder soweit, es findet wieder eine der lang ersehnten sitzungen der gruppe der anonymen kunstabhängigen statt. gerüchterweise gilt es einige neue gesichter zu begrüßen und ein paar neue traumatische kunsterfahrungen müssen therapiert werden. unter anderem werden die begriffe der “autonomen skulptur” und der “schwarzen socke” durch die lacansche saftpresse gejagt, durch zizeksche formatierungen gespiegelt, psychoanalytisch traumgedeutet und am ende *voila* steht eine sich selbsterschaffende und selbstreferentielle “orale plastik” im raum, der zwar öffentlich zu begehen, aber eigentlich privater natur ist. auch dies eine weitere tabuisierung, die es zu untersuchen gilt?
die sitzung ist öffentlich, kostenlos, natürlich partizipatorisch und für jeden interessierten kunstabhängigen zugänglich.

26.02. 2009 19.30 Uhr

der kleine bühnenboden
schillerstrasse 48a
48155 münster

gefördert durch: logo kulturamt münster

zur relevanz der socke in der zeitgenössischen kunst

Freitag, Februar 20th, 2009

nachdem wir ja schon von herrn kock in den wn explizit auf den bezug zu robert filliou hingewiesen wurden, erreicht uns nun folgende mail:

“Hallo Ruppe,
diese Socken-Skulptur hat kein anderes Prädikat als “erhaben” verdient! Außerdem befindest Du Dich mit Deinen Überlegungen in der Tradition des großen Philosophen Andrew Warhola (please find attached).
Viele Grüße
Gerd”

siehe auch folgenden anhang:

beitrag zur sockenfrage in der zeitgenössischen kunst

und dann stießen wir in folge unserer recherchen noch auf folgende installation von marianne tralau: konzertflügel.

das läßt uns nun darüber grübbeln, ob die bedeutung der materials socke(achtung dekonstruktion!) in der modernen kunst nicht bislang allgemein unterschätzt wurde?
sollten boesner und co auch socken anbieten? tut sich da eine neue diskurslandschaft auf? fragen über fragen, stay tuned.

socken geschleudert, nicht gerührt

Mittwoch, Februar 18th, 2009

kunst im öffentlichen raum

//ob

auch die mainstream lokalmedien sind mittlerweile auf die socke gekommen. wie bei ihnen berichtet wird, spielt der künstler mit der sockearbeit auf „gut gemacht, schlecht gemacht und nicht gemacht“ von robert filliou an. das ist sicherlich richtig. doch im reich der frei zirkulierenden signifikanten, findet sich ein weiterer referenzpunkt, nämlich die gleichnamige veranstaltung mit prof. dr. raimund stecker im rahmen der autonomen skulptur von jaepas. bei dieser, so berichten augenzeugen, wurde dort auch ruppe koselleck gesichtet. ev. war dies der rollende stein des anstosses, der zur kunst im öffentlichen raum führte?

neues projekt zur kunst im öffentlichen raum?

Montag, Februar 16th, 2009

socken ruppe koselleck

wir vom BfKV sind froh den start eines neuen projketes für kunst im öffentlichen raum bekannt geben zu können. den anfang macht die socken arbeit des münsteraner künstlers ruppe koselleck, hier ein auszug aus seinem statement zur arbeit: “Alleinstehende Socken liegen gerne auf Haufen irgendwo in einer Ecke und
verweisen auf das Rätsel, wo der gleiche zugehörige Partner geblieben ist. In der Waschmaschine, der man einen gewissen Sockenhunger unterstellen darf oder muß, weil man eben ratlos vorm Rätsel steht. Immer wenn die Paare verbraucht sind, gehen die Füße fremd mit verschiedenen Socken vom Haufen der alleinstehenden Socken. Die Sockenfrage ist ein vulgäres und allgemeinverbreitetes Problem, welches nur als KiöR - als Kunst im öffentlichen Raum gelöst und damit allgemeinzugänglich verarbeitet werden darf.”

socken ruppe koselleck detail

wir sehen wieder einmal vermeidet der meister der intreganten intervention die grosse geste und verduzt dackelausführende omas und biertrinkende arbeitslose im park durch rätselhafte skulptur projektchen, die aber in iher poesie eine monumentale grösse erreichen und mal wieder beweisen: pure vernunft darf und wird niemlas siegen.

aktuell oder die fiktion der “autonomie”

Donnerstag, Februar 12th, 2009

akuell - autonome skulptur

//ob

bei der ausstellung zum 90 jährigen bestehen der “schanze”, münster`s ältester künstlervereinigung, bisher in dem ruf bieder und langweilig, also eher etwas für zahnarztgattinnen zu sein, sorgt ein werk des künstlerduo jaepas für diskussionen. jaepas, wurden von kurator klaus tesching , selber beuys schüler, als gastkünstler eingeladen sich an der ausstellung zu beteiligten. das taten sie in der form einer autonomen skulptur.

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ein tag im büro

Montag, Februar 9th, 2009

herr weber eröffnet das neue büro

// andreas weber

Ein Tag in dem neuen Büro des Künstlers Oliver Breitenstein.

Morgens um 11 Uhr in einer kleinen Provinzhauptstadt in Deutschland. Herr Breitenstein nimmt seine Arbeit auf, setzt sich in sein kleines Büro, packt seine Thermoskanne und seine Butterbrotdose aus seinem Köfferchen und beginnt seinen geregelten Tag, Arbeitstag. Für 3 Stunden hat er sich eine Menge vorgenommen. Eine Menge Informationen, die er auch für sie in sich aufnehmen muss. Der verehrte Künstler liest Zeitung auch für sie.

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stammtisch der selbsthilfegruppe der anonymen kunstbahängigen 26.02.08

Mittwoch, Februar 4th, 2009

anonyme kunstabhängige - installationsansicht progr bern

der stammtisch der anonymen kunstbahängigen wird sich diesmal unter anderen die frage stellen: “können wir es kunst nennen? und wenn ja, warum?”
dazu laden wir jeden interessierten kunstabhängigen herzlich ein. abhängige aus hamburg, berlin und bern haben bereits ihr kommen zugesagt und lassen uns auf eine interessante therapiesitzung, in der hoffentlich niemand einen emotionalen zusammenbruch erleiden wird, hoffen.

das treffen findet am 26.02.08 um 19.30 im rahmen des projektes “ich nenne es arbeit” im kleinen bühnenboden(schillerstrasse 48a, münster) statt.

gefördert durch: gefördert durch das kulturamt der stadt münster

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der traum von geregelter arbeitszeit

Dienstag, Februar 3rd, 2009

at work - der kreative akt

wie schön wäre es doch, zu fest geregelten arbeitszeiten ins büro zu gehen und ein wenig struktur im leben zu haben. ein fest umrissendes jobprofil zu besitzen und sich einfach danach richten zu können. nach der arbeit dann zufrieden nach hause zu fahren und die freizeit mit der familie zu geniessen. herrlich. also begann ich mir eine entsprechende stelle zu suchen. leider wurde ich aufgrund der momentanen krise nicht fündig und beschloss so, mir selber eine entsprechende stelle mit klaren arbeitzeiten und aufgabenfeldern einzurichten:

wer kennt nicht das schlechte gewissen, dass einen befällt, wenn man die süddeutsche oder faz von vortag noch ungelesen auf dem küchentisch herum liegen sieht oder gar die “zeit” von letzter woche noch nicht einmal angefangen hat? deshalb beschloss ich, meinen gestressten mitmenschen das schlechte gewissen abzunehmen und stellvertretend für sie die zeitung zu lesen. ich würde ihnen die bürde nehmen, indem ich mich während der arbeit ganz der zeitungslektüre hingab. damit würde ich ihnen ermöglichen, sich besser zu fühlen, da ja nun das schlechte gewissen angesichts der ungelesenen informationsberge entfiele. nun wäre ja jemand da, der sich für sie opferte und diese zeitfressende aufgabe für sie übernähme. ein sinnvoller job, ein ethischer job, in der tat.

gelitten unter der zeit

wie sieht nun das daraus resultierende jobprofil genau aus?
der leser packt jeden morgen kurz vor elf seinen koffer mit thermoskanne und butterbrotskiste, dann geht er ab zur maloche, diese besteht darin von 11 - 14 uhr diverse zeitungen zu lesen und diese nach getaner arbeit abzustempeln und die titelseite des entsprechenden blattes an die wand der ausstellungsraumes zu kleben. so ensteht ein fortlaufende erfassung des arbeitsprozesses. leider ist diese stelle auf fünf tage befristet. danach muss der leser sich wohl nach was neuem umsehen? und ev. aushilfen anstellen, da der informationsflut alleine nicht mehr beizukommen ist?

ort und termine

gefördert durch: gefördert durch das kulturamt der stadt münster
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