Archive for April, 2009

translokative aurachirugie

Montag, April 20th, 2009

aura , operiert und im glas archiviert
//ob

am wochenende haben ruppe koselleck und ich erfolgreich unsere erste auraop bei umtrieb in kiel bestritten. die dokumentation der operation könnt ihr auf diesen fotos des prozesses sehen. und weitere fotos, sowie einen kurzen mitschnitt des von einer dicken staubschicht auf der kunst erheblich erschwerten absaugvorganges der aura könnt ihr hier betrachten. boahey, ich sage euch datt war mal wieder fordernd und ich bin heute voll inne socken.

weil, et war nicht damit getan die aura von yves klein abzusaugen, sondern wir mussten sie operieren und haben aus ihr potenzen hergestellt , sie gespeichert und mit dem gewonnenen aurasud konnten wir einige bilder deutlich verbessern, so dass sie quasi fischgrätenmässig erheblich gewinnen konnten. die energie, die wir dafür opfern mussten, ja der energieverlust ist von nicht zu unterschätzenden ausmass. vor allem da die aura aus der spähre der geistwesen zurückgeschossen hat. sie wehrte sich, in dem sie zu verhindern suchte, dass unser handzettel zum thema aus dem drucker erschien und der kollege beinahe in flammen aufging. das sind stories, die man später mal irgendwelchen kindern am kamin erzählen kann.

ich nenne es arbeit - der film

Montag, April 6th, 2009

jetzt zusehen bei youtube: teil 1 und teil 2. dank an den regisseur einsiedler.

und was liest denn du so?

Montag, April 6th, 2009

generative lyrik im raum

fotos (c) ralf emmerich

“was liest ist denn du so?” “sag ich nicht.” so kommt es uns vor wenn wir durch die ausstellung “generative lyrik” schlendern, immer auf der suche nach input und erkenntnis - bildungsbürgerlich wie wir so sind. doch hier wird sich dieser erwartungshaltung verweigert. die bücher liegen mit dem frontcover zum boden, die texte sind stark fragmentiert, ausgeschnitten, scheinbar ohne zusammenhang und die homogenität der textbilder an der wand rührt nur von ihrer form her. die form scheint hier nicht dem inhalt untergeordnet zu sein. und die form ist spielerischer, postmoderner minimalismus. und zack, da sehen wir in einem textfragment den begriff minimalismus aufblitzen. gierig stürzen sich unsere augen auf dieses bekannte puzzleteil, da, ein weiterer begriff den wir zu kennen meinen: link. allmählich kommt ein wenig klarheit in unser umnebeltes hirn.

generative lyrik im raum

dann lesen wir noch ein paar namen der üblichen verdächtigen, wie derrida und versuchen im fortwehenden nebel unser postmodernes, poststrukturalistisches hirn neu zu formatieren.
der inhalt ist nicht ganz egal, aber dominiert nicht die form. gut. weiter. die form greift auf infantile art den minimalismus auf. aha. benutzt aber heutige, billige alltagsmaterialien, keine edlen, polierten materialen ala donald judd. hm. im text tauchen verweise und referenzen auf. der text reflektiert minimalismus. der text verweist auf text. als kitt der alles zusammen hält, spiegelt sich hier die auseinandersetzung mit kunst auf formaler , wie inhaltlicher ebene. these: die form und der inhalt durchdringen sich gegenseitig und wollen letztenendlich nichts anderes sein als in eine ästhetische form gebrachte selbstbezügliche philosophische praxis. ein musterbeispiel angewandter ästhetischer praxis, bereich infantiler minimalismus. diese ganzen anregeungen verdanken wir pascal unbehaun, den wir in unserem ponystall auch schon mal zu beherbergen die ehre hatten.

pascal unbehaun - generative lyrik

noch zu sehen zu sehen bei
:
cuba cultur
achtermannstrasse 12
48143 münster
bis zum 24. mai

der sadistische sammler

Mittwoch, April 1st, 2009

ich schaue muschis auch für sie

//ob

kunstliebhaber und sammler harry g. beauftragte mich, für ihn die newton ausstellung im picassomuseum zu münster anzuschauen, da er sie apriori so schrecklich fand, dass er sie selber nicht ohne körperliche ausfallerscheinungen anschauen zu können meinte und mittels seiner sadistischen ader mich beuaftragte. also ging ich munter drauflos. im schlepptau meinen lieben kollegen r. , der ob seiner qualifikation als erfahrneder fotografierender konzeptkünstler die richtige reputation vorweisen konnte, um “das” dokumentarische foto “an sich” von mir bei der newtonbetrachtung zu schiessen. der shot ist ihm wirklich gelungen und zeigt mal wieder die problemtaik von künstlerischer arbeit in den institutionen auf, von kritik wollen wir nicht reden. das wäre zu abgedroschen. als nämlich unser professionelles fotoequipment aus der tasche gezogen wurde und r. den shot machen wollte, rebellierte das dienstpersonal auf. leider war in diesem fall nicht herr timm ulrichs die aufsicht, wie wir es neulich in hannover erleben durften. jedenfalls gelang r., während er mit der wärterin darüber disputierte, wie man die kamera austelle, das alles entscheidene bild. was nun hier auch zu sehen ist, sicherlich die newtonrechteinhaber in den ruin treiben wird und den ganzen wahnsinn der copyrights und des urheberrechts aufs trefflichste dokumentiert, mit dem sich künstler heutzutage auseinandersetzen müssen. wir möchten in diesem zusammenhang mal wieder ausdrücklich auf lawrence lessig verweisen.