Archive for Oktober, 2009

hirnficken oder neudeutsch mindfuck

Freitag, Oktober 16th, 2009

Das wird von Brandstifter & Koselleck (New York & Münster) mit ihrer Transatlantic Alliance for Intriguing Intervention betrieben, die darin besteht die Flyer, sowie Salz und Pfeffer aus den McDonalds und Burger King Fillialen in New York und Münster zu vertauschen. Ausgehend von einem bereits bestehenden Konzept Kosellecks entwickelten die beiden Künstler dieses Konzept für BürokARTie. Hier nun eine kleine Videodokumentation in bewährter Trash Optik:

Das ganze wirkt wie die Tat einer Figur aus den Romanen von Robert Anton Wilson und Robert Shea, namentlich den Handlungen eines gewissen Markoff Chaney. Dieser ist ein sozial desintegrierter Zwerg, der mit selbstgefertigten Schildern auf denen Anweisungen eines vermeintlichen Managments stehen Verwirrung stiften will. Ähnlich wie diese Botschaften trägt wohl die Entdeckung einer New Yorker Burger King Werbung in einer westfälischen Provinzfilliale zu einem Fragezeichen in der Sprechblase des Entdeckers bei, eben jenem kleinen Hirnficks, der ihn aus seiner alltäglichen Wahrnehmung reißt.

For One Year So Sorry

Sonntag, Oktober 11th, 2009

Freudig weisen wir auf die endlich eröffnete Ausstellung “So Sorry” von Ai Weiwei im Haus der Kunst hin und auf seinen englischen Blog den er Auf der Internetpräsenz der Haus der Kunst betreibt.

Und da wir gerade bei chinesischer Kunst und kultur sind, möchten wir auch auf Tehching Hsieh und seine “One Year Performances” hinweisen, die gearde in der aktuellen Monopol(10/2009) besprochen werden.

Vielen Dank für die Blumen oder Fresnostrasse fastforward…

Sonntag, Oktober 4th, 2009

fak - blumen und antworten?

//ob

Ob nun Teil einer Arbeit oder einfach nur Überbleibsel der Eröffnung setzt der Blumenstrauss doch einen Farbakzent in den wohltuend farblich recht reduzierten Ausstellungsraum des FAK, wie man sich hier überzeugen kann(Auch wenn die dortige Dokumentation einen netten Überblick verschafft, sollte man selbst hingehen und sich nicht von den durchaus berechtigten Thesen Wolfgang Ullrichs kirre machen lassen). Wir sind jedenfalls zufrieden, mit dem was wir sehen und denken an stille Nachmittage im Atelier, ob nun dem dreckigen oder sauberen, wissen wir ja nicht. Gewürzt mit ner Priese Isa Genzken , sprich eine weibliche Attitüde an den Tag legen. Die Arbeit, die diese Fragmente der Rezeptionsästhetik in uns aufkommen läßt, ist diese hier. (more…)

Erste Nominierung für den Förderpreis “Ich bin ein Kunstspießer” des Berliner Kunstvereins

Samstag, Oktober 3rd, 2009

Die erste Nominierung für den Kunstspießerförderpreis steht fest. Mit besonders kleinkarrierter Engstirnigkkeit hat sich die Londoner Polizei(Die Nominierten) in Zusammenhang mit der Tate Modern ausgezeichnet. Da sagen wir hier doch mal ganz locker, daß ist uns allemal einen Spießeraward wert. Warum die Nominierung? Das kann man hier nachlesen und muß - so glauben wir - nicht mehr großartig begründet werden. Aber hier noch ein kurzer O -Ton von Prince aus einem älteren Interview mit der Art, das man hier nachlesen kann:
Zunächst erntete ich mit meiner “Appropriation Art” viel Wohlwollen von Akademikern und Kritikern. Plötzlich wendeten sich alle gegen mich. Dabei hatte ich sie nie gebeten, sich auf meine Seite zu schlagen. Eigentlich gab es schon viel früher einen großen Skandal, und zwar um ein Bild der nackten, kindlichen Brooke Shields in lasziver Pose in der Badewanne. Es stammte von einem kommerziellen Fotografen.

Ich hatte es abfotografiert und 1983 in einer Ladengalerie in der Lower East Side ausgestellt. Es gab viel Wirbel in der Presse. Was ich verstehen kann, ich habe schließlich selbst eine Tochter. Dieses Bild war verstörend, völlig außer Kontrolle, wie aus Dantes “Inferno”. Das war genau der Punkt, warum ich es ausstellte und “Spiritual America” nannte - in Anlehnung an Alfred Stieglitz’ Fotografie eines kastrierten Pferdes. Ich stellte das Bild in einen anderen Kontext und rettete es damit in gewisser Weise.